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Die Elektrische Zündung von Feuerwerkskörpern Die elektrische Zündung von Feuerwerkskörpern hat seit aufkommen der modernen Elektronik einen starken Auftrieb erhalten: Es ist heute möglich, per Computer praktisch unbegrenzte Mengen an elektrischen Zündern auf die Millisekunde exakt zu zünden. Durch Kopplung des Zündcomputers mit Musikwiedergabesystemen kann so das Feuerwerk mit allen Effekten exakt synchron zur Musik abgefeuert werden, diese Art von Feuerwerk wird dann als Musikfeuerwerk oder Pyromusical (engl) genannt. Diese Feuerwerke sind quasi die Krönung des heute möglichen und bieten dem Zuschauer ein wirklich unvergessliches Erlebnis. Man beachte die Feuerwerke in Montreal, dem Internationalen Wettbewerb auf diesem Feld. Es mag eventuell irgendwo noch größere Feuerwerke geben, der Standart hier liegt aber bei weitem am höchsten. Puplikum und Jury sind auch bei kleineren Fehlern recht ungnädig und erwarten absolute Perfektion - mit Recht. Allerdings werden auch kleinere Feuerwerke elektrisch gezündet, hier sind bei weitem nicht so viele Zündungen notwendig wie in elektronisch gesteuerten Musikfeuerwerken. Auch diese Feuerwerke können ziemlich genau zur Musik gesteuert werden, die Effekte werden dann pyrotechnisch so verbunden, dass im Ablauf der Musik die entsprechenden Schaustücke zünden. Für diese Art von Elektrozündung werden meistens die auch zum Sprengen verwendeten Zündmaschinen aus dem Bergbau oder Sprengwesen verwendet. Zur Art der elektrischen Anzündung: Generell wird in der Pyrotechnik wie auch in der Sprengtechnik immer seriell gezündet. Das heißt, aller Zünder, die gleichzeitig gezündet werden sollen, werden hintereinandergeschaltet.
Deshalb erfolgt die Zündung also seriell: Die notwendige Stromstärke bleibt auf wenige Ampere beschränkt, so dass die erforderliche Apperatur klein und handlich bleibt. Bei der Zündung fließt also im einzigen Ast zur gleichen Zeit durch alle Zünder der gleiche Strom fließt. Damit dann alle Zünder gleichzeitig zünden, muß nur noch beachtet werden, daß an jedem Zünder die gleiche Spannung abfällt, das heißt, alle Zünder müssen den gleichen Widerstand besitzten. Dies muß bei Zündern
Eine Zündmaschine muß also je nach Art der Zünder 0,7 bzw 1,2 Ampere für jeweils 10ms liefern, die Spannung ist dann nur von dem Widerstand der Zündkette abhängig. Früher (ab 1890) wurden fast ausschließlich Induktionsmaschinen verwendet, dies sind im wesentlichen Dynamos (siehe auch Geschichte, Werner von Siemens), welche per Kurbel betrieben werden (Kurbelinduktor) oder mit einer Zahnstange in Bewegung versetzt (Stoßzündmaschine). Nach ausreichender Drehung des Dynamos hat desen Strom einen Kondensator so weit aufgeladen, daß bei Verbindung mit dem Zündkreis ein ausreichend großer Zündstrom fließen kann. Diese mechanische Aufladung des Kondensators ist natürlich zeitaufwendig und/oder anstrengend, hat aber den Vorteil, keine Baterien zu benötigen.
"...aber: meine Stoßzündmaschine ist hundertmal so groß und auch hundertmal so schwer, das kann doch nicht sein, daß die nur so viel schafft wie diese Zigarettenschachtel ... die macht doch bestimmt das hundertfache...?! - Nein! Die Leisungsfähigkeit moderner Elektronik ist generell nicht gewichtsabhängig.Wir haben, um dies zu demonstrieren, einmal 20 Zünder an zwei Rollen Eisendraht zu je 500m angeschlossen (Bild 1) und gezündet (Video). Bild 2 zeigt den Aufbau nach der Zündung. Die Einwirkung der Zünder ist aus Bild 3 ersichtlich: Die Hauptwirkung geht senkrecht zur flachen Seite der Zündpille. Alle Zünder, die mit der breiten Seite paralell in Richtung Holz standen, zeigen sehr starke Einwirkung (Verkohlung) auf die Holzoberfläche. Diejenigen dagegen, deren schmale Seite Richtung Holz, haben dieses nur leicht angesengt. Diese Zündpillen wirken also primär in Richtung ihrer Breitseite und sollten entsprechend eingesetzt werden. Bild 4 zeigt eine Detailstudie der verwendeten Art von Zündern. Diese sind aus tschechischer Produktion und von hoher Qualität:
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Bild 1: Aufbau mit Ohmmeter
Hohe Auflösung |
Bild 2: Aufbau nach Zündung
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Bild 3: Nahansicht Einwirkbereiche
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Bild 4: Ansicht Zünder
Hohe Auflösung |
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